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Cannabisschädlinge und -krankheiten

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Pflanzenschädlinge und Krankheiten



Die häufigsten Cannabisschädlinge und -krankheiten


Der Anbau von Cannabis ist im Allgemeinen sehr einfach und unkompliziert. Leider kann es aber manchmal vorkommen, dass Pflanzen von Krankheiten oder Schädlingen befallen werden. Manchmal kann man die Probleme lösen, aber dazu muss man zunächst erkennen können was die Ursachen sind.

Im Dutch Passions Blog dieser Woche schauen wir uns einige der häufigsten Schädlinge und Krankheiten an, denen man beim Homegrow von Cannabis begegnen kann. Hier könnt ihr erfahren, wie sie aussehen und was getan werden kann, um ein Wiederauftauchen des Problems zu verhindern.




Knospenfäule/Budrot


Knospenfäule/Budrot. Was tun mit Cannabis-Pflanzenschimmel


Es gibt verschiedene Schimmelarten, die für Cannabis problematisch werden können. Knospenfäule (Botrytis) und Mehltau sind zwei der Berüchtigtsten. Die Knospenfäule (auch Budrot genannt) ist schwer zu erkennen und beginnt normalerweise mittig in der Cannabisknospe, am oder in der Nähe des Stängels. Bereits angegriffene und infizierte Teile der Pflanzen werden besonders leicht von Schimmel befallen. Budrot Sporen kommen buchstäblich überall in unserem Umfeld vor, weshalb Schimmelbefall generell ein grosses Problem ist. Wenn man ihn sehen kann, ist es leider bereits zu spät.  Sobald sich die Knospenfäule eingenistet hat produziert sie ihre eigenen Sporen, die nur darauf warten, weiteren Schaden anzurichten. Schimmel kann anfangs weiß und flauschig aussehen, wird jedoch mit der Zeit grau, schwarz und schleimig.




Budrot


Budrot auf den Knospen, was nun?


Die meisten Züchter schneiden den betroffenen Zweig ab und entfernen ihn vorsichtig aus dem Zuchtraum. Der Rest der Pflanze wird weiterwachsen, aber man muss von nun an besonders aufmerksam sein, um ein erneutes Auftreten schnell zu erkennen. Manche Züchter öffnen ab und an vorsichtig eine der Knospen, um sie auf Fäulnis zu untersuchen. Befallene Knospen zu rauchen oder zu inhalieren ist nicht sicher.



Knospenfäule verhindern


Knospenfäule gedeiht am besten in einer Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit, milden Temperaturen und schlechter Belüftung. Wenn viele Blattpflanzen im selben Anbauraum wachsen, erhöht das die Luftfeuchtigkeit. Pflanzen mit einem schwachen oder geschädigten Immunsystem sind besonders anfällig für Schimmelbefall; Indica-Sorten mit dichten harten Knospen können leicht empfänglich für Knospenfäule sein. Indica-Arten haben ihren Ursprung in trockenen asiatischen Bergregionen, und daher können sie sich nicht gut an feuchte tropische Bedingungen anpassen. Sativa-Sorten mit leichteren, weniger dichten Knospen ermöglichen eine bessere Luftzirkulation durch die Blüten hindurch und sind somit weniger anfällig für Fäulnis. Die Reduzierung der Luftfeuchtigkeit durch eine bessere Luftabsaugung im Treibhaus kann helfen, ebenso wie eine geringere Pflanzen- oder Blattdichte im Zuchtraum.



 

Mehltau


Schimmel, Mehltau


Mehltau ist ebenfalls einer der Schimmelpilzarten, die häufig auf Cannabis vorkommen können.  Wie der Name sagt, tritt er meist als puderförmiger weißer Schimmel auf, welcher die Blätter bedeckt und dadurch die Photosynthese hemmt. Mehltau verbreitet sich schnell und schädigt die Pflanzen erheblich, so dass sie ohne eine Behandlung schnell absterben können. Vorbeugen ist somit definitiv besser als heilen. Gewöhnlicher Schimmel erzeugt gelbe oder durchscheinende Flecken auf den Blättern. Schimmel und echter Mehltau haben ähnliche Ursachen wie die Knospenfäule und sind nur schwer zu bekämpfen, wenn sie sich erst einmal gebildet haben. Durch eine niedrig gehaltene Luftfeuchtigkeit, gute Belüftung und eine Verringerung der Pflanzendichte lässt sich die Schimmelbildung vermeiden. Traditionelle gärtnerische Mittel gegen Mehltau sind das Sprühen mit verdünntem 1%-igem Apfelessig oder einer 50%-igen Milchlösung, ein Erfolg ist jedoch mit keiner dieser Methoden garantiert. Viele Züchter entfernen infizierte Pflanzenteile und lassen den Rest der Pflanze weiterwachsen, aber spätestens ab jetzt muss man sehr wachsam sein und die Pflanzen genau beobachten. Professionelle Züchter gehen teils extreme Wege, um einen Schimmelbefall zu verhindern. Einige Züchter behandeln die einströmende Luft mit Ozon und UV-Licht, um alle Spuren von Sporen abzutöten, die ihre Pflanzen beeinträchtigen könnten.




Weisse Fliege


Weiße Fliege (Mottenschildlaus)


Weiße Fliegen besiedeln vorzugsweise die Unterseite von Cannabisblättern und ernähren sich von Pflanzensaft. Sie verbreiten und vermehren sich schnell. Jede weiße Fliege kann 200 Eier legen. Die meisten Cannabiszüchter wollen generell keine Pestizide oder Chemikalien einsetzen, aber es gibt auch andere Methoden, die weiße Fliege zu beseitigen. Einige Züchter versuchen die Fliegen mit einem scharfen Wasserstrahl von der Unterseite der Blätter abzuspülen. Marienkäfer sind natürliche Feinde der Weißen Fliege und werden von manchen Anbauern zur Bekämpfung eingesetzt. Die Verwendung von Fliegenpapier ist kein Heilmittel, aber viele Züchter hängen trotzdem gern eine Rolle dieses klebrigen Papiers in ihrem Zuchtraum auf. Es hilft zwar nicht wirklich gegen den Schädlingsbefall, kann einen jedoch vorwarnen, wenn Schädlinge vorhanden sind. Kriebelmücken und Blattläuse sind Pflanzenlausschädlinge und werden meist auf ähnliche Weise behandelt wie weiße Fliegen.




Spider Mite


 Spinnmilben auf Cannabispflanzen


Spinnmilben gehören zu den schlimmsten Schädlingen im Zuchtraum, auch wenn sie mit ihren 8 Beinen eher zu den Spinnen zählen als zu den Insektenschädlingen. Sie sind so winzig, dass man sie kaum sehen kann, aber die kleinen Netze, die sie zum Schutz ihrer Kolonien und Eier weben, sind leicht zu erkennen. Jede Generation schlüpft innerhalb einer Woche und kann dann sofort selbst mit der Reproduktion beginnen. Schnelle Gegenmaßnahmen sind daher unerlässlich. Wie bei der Weißen Fliege kann man sie mit einem scharfen Wasserstrahl von den Unterseiten der Blätter abwaschen, wo sie sich am liebsten aufhalten. Marienkäfer sind ihre natürlichen Feinde. Spinnmilben mögen die Kälte nicht, daher kann eine Temperatursenkung bis auf fast 20°C die Ausbreitung verlangsamen, und eine gute Luftabsaugung und Belüftung kann ihnen ebenfalls das Leben schwer machen. Einige Züchter haben uns erzählt, dass sie die Schädlinge mit einem kleinen Handstaubsauger absaugen, allerdings erfordert diese Aktion einiges Geschick und ist sehr zeitraubend. Eine wirksame Option ist das Besprühen mit 10%-igem Alkoholspray (Ethanol). In Growshops werden chemische Bekämpfungsmittel verkauft, allerdings fühlen sich viele Züchter nicht wohl bei der Verwendung von Chemikalien auf ihren Pflanzen. Auch hier gilt die Regel, Vorbeugen ist besser als heilen!




Rost


Rost


Pilzinfektionen können braune, rostfarbene Flecken auf den Blättern erzeugen. Chemikalien sind generell gut geeignet zur Bekämpfung von Pilzbefall, allerdings werden verantwortungsvolle Cannabiszüchter diese Mittel eher nicht einsetzen. Rost greift feuchte Blätter schneller an, daher sollte man sicherstellen, dass die Pflanzen ausreichend Platz zum Wachsen haben und der Anzuchtraum gut durchlüftet ist. Beschädigte Blätter sollte man schnell entfernen. Viele Züchter versuchen bei Befall schnell mit der Ernte zu beginnen, und wenn sich der Rost noch nicht weit ausgebreitet hat, sollte das auch problemlos möglich sein. Altes Blattmaterial sollte regelmäßig aus den Anzuchträumen entfernt werden.



Vorbeugen ist besser als heilen


Ein Treibhaus sauber zu halten ist unerlässlich für den Anbau, und vor jeder Neubepflanzung muss der Raum gründlich gereinigt werden. Abfälle, altes Laub, verbrauchte Erde oder Anzuchtmaterial sollten beseitigt und alle Oberflächen im Raum oder Zelt abgewaschen werden. Viele Züchter verwenden dazu eine verdünnte Desinfektionslösung, und einige verdünntes Wasserstoffperoxid (häufig als Nährstoffadditiv im hydroponischen Anbau verwendet). Es ist wichtig, dass der Absaugventilator auf die Größe des Treibhauses zugeschnitten ist, wenn nötig muss ein größerer Lüfter installiert werden.
Alle Pflanzen sollten regelmäßig auf erste Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingen untersucht werden. Bedenke, dass viele Schädlinge und Krankheiten versehentlich durch Pflanzen oder Stecklingen von anderen Züchtern eingeführt werden.



Typische Ursachen für Schädlinge und Krankheiten


Mit dem Einbringen von Stecklingen oder Pflanzen, die von anderen aufgezogen wurden, kann man sich leicht Schädlinge und Krankheiten in das eigene Gewächshaus holen. Daher sollte man mit der Aufnahme von Pflanzen von anderen sehr vorsichtig sein, es sei denn, man ist sich der Herkunft wirklich sicher.  Manche Leute holen ab und an Pflanzen aus ihren Treibhäusern heraus, um ihnen an einem schönen Tag etwas Sonne im Freien zu gönnen. Dies kann jedoch dazu führen, dass Schädlinge wie die Blattlaus oder Weiße Fliegen als blinde Passagiere in den Pflanzraum gelangen können.



Vorteile des Anbaus aus Cannabissamen statt aus Stecklingen


Für einen sauberen Anbau ist die Anzucht aus feminisiertem Hanfsamen die optimale Lösung, anstelle der Aufzucht durch Stecklinge oder Pflanzen aus externen Quellen. Die eigene Anzucht schließt die Möglichkeit aus, dass Schädlinge oder Krankheiten zusammen mit den Pflanzen eingeführt werden. Es ist einfach, Cannabissamen online zu kaufen. Du hast die Wahl zwischen autoflowering (selbstblühenden) Samen oder photoperiodischen feminisierten Samen.  Hanfsamen für den Outdoor Anbau sind bestens geeignet für die eigene Zucht. CBD-reiche Sorten sind eine beliebte Wahl bei Züchtern für den medizinischen Bereich. 
Für einen ernsthaften Cannabiszüchter ist gute Haushaltung obligatorisch. In einem makellos sauberen Gewächshaus oder Anzuchtraum, in dem es weder verschüttetes Wasser gibt noch herumliegende Erde, Nährstoffsubstrat oder Pflanzen- und andere Abfälle, werden sich Schädlinge und Krankheiten schwertun.  Wenn du mit Schädlingen (z.B. Pilzmücken) in einer bestimmten Pflanzenerde oder Kokosfaser schlechte Erfahrungen gemacht hast, suche beim nächsten Mal nach einer anderen Sorte. Den Anbauraum nach jeder Ernte sorgfältigst zu reinigen, vor allem nach einem Befall durch Schädlinge oder Krankheiten, ist mühsam und lästig, aber es lohnt sich.

 

 



March 13th 2019

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